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Cobalt Qube 2 Logo






Hintergrund

 

Der Grundgedanke

Qube's rock! So einfach ist das. Aber mal ehrlich: eine kleine, stromsparende Maschine, die selbst vom Nicht-IT-Profi gemanaged werden kann und aufgrund der Bausweise / OS für Bastler interessant ist muss man einfach liebhaben.

Das einzig Bittere: Diese Kiste ist so unterdimensioniert, dass der Zahn der Zeit sie abgenagt hat. Es müsste also etwas aufgerüstet werden ;-)


Ein wenig Historie

Angefangen hat alles mit einer kleinen Firma names Qube Solutions sich in den 90ern Gedanken darum gemacht, wie man einer kleinen Firma das Arbeiten erleichtern könnte. Diese Firmen brauchen zwar einen Server um Aufgaben wie Email, Web-Publishing, Fileserving usw. zu erledigen, haben aber größtenteils nicht das Geld, sich dafür riesige Hardware und einen geeigneten IT-Profi zu halten. Somit wurde am 12. März 1998 der erste Qube (2700 aka Qube 1) produziert, der als reiner Server im Netz lief und aufgrund seines einzelnen Netzwerk-Interfaces hinter einem Router stehen musste. Diese Schwachstelle wurde mit dem Qube2 behoben.

Der Qube2 verfügt somit über folgende Features:

Hardware
  • MIPS 250 MHz CPU superscalar (allein das klingt doch schonmal gut, oder?)
  • Unterstützung für maximal 256 MB 3,3V RAM. Dieser ist zwar recht selten und teuer, bringt aber ordentlich Leistung.
  • Unterstützung von maximal 2 Festplatten, wobei das BIOS ein Limitation bei 30GB pro Platte haben soll. Wenn man sich aber mal Shon Burton's GigaQube anschaut sieht man dort 2x 120GB, also nix mit Limit und so.
  • 2 x RJ45 100BaseTX Netzwerkanschlüsse (primär, sekundär)
  • 1 x PCI slot für Erweiterungskarten (z.B. ISDN)
  • 1 x Serielle Schnittstelle (Console)
  • LCD-Console mit Bedienelementen in der Rückwand des Gehäuses
  • Externes Netzteil mit max. 36 Watt
Software
  • RedHat 5.2 mit 2.0 Linux Kernel. Es gibt im Internet diverse ISO's, mit denen man dem kleinen Kerlchen zu neueren Bits und Bytes verhelfen kann.
  • Emailserver
  • Webserver (Apache)
  • Samba / NFS / FTP Server für Fileserving
  • Firewall über IP-Table Filtering
  • Administration und Zugriff über Web-Frontend
  • SSH Server für Administration / Zugriff
  • Dokumentenmanagement
  • Potentiell alles was man auf einem 2.0er Redhat Kernel laufen lassen kann.
Bilder

Front

Rückseite

Links

Rechts

Oben

Logo




 

Vorplanung



Wie gesagt, der Qube2 im Rohzustand ist für heutige Zeiten und Anforderungen einfach nur unterdimensioniert. Hier hilft nur noch eins:

Gebt ihm Steroide!!!


Den Qube2 kann man ohne Lötwerkzeug lediglich an 3 Stellen aufrüsten:
  • RAM-Speicher : 16 MB geht gar nicht. Hier sollten mindestens 64, besser noch 128 MB rein
  • Festplatte : 3,2GB ??? Zwei Filme drauf und das Teil ist voll! Hier gilt - je mehr desto besser. Ausserdem könnte man bei 2 Platten eine RAID-Spiegelung oder integrierte Sicherung aufbauen, um die Daten besser zu schützen.
  • PCI : Ich habe ehrlich gesagt keinen Schimmer, was ich persönlich da sinnvolles reinstecken würde. Möglichkeiten wären aber eine Netzwerkkarte für eine DMZ, ein ISDN-Adapter für FallBack, eine TV-Karte für Aufnahmen, und und und ...

Es hat ja schon mal Leute gegeben, die einen Qube2 mit einer zweiten Platte ausgestattet und das ganze im originalen Gehäuse untergebracht haben. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob dieses kleine Gehäuse mit seinem 36W Netzteil und eher mickrigen Platzangebot zwecks Belüftung (4,5cm Luft sind nicht viel) wirklich das Optimum darstellt. Ausserdem gibt's das wie gesagt schon (siehe Shon's gigaQube).

Also Ausschau halten nach einem neuen Zuhause. Die Voraussetzungen:

  • klein
  • cool
  • gut belüftet
  • leise
  • das LCD mit der Konsole soll nach vorne wandern - hinten sieht man ja nix!

Nach mehr oder weniger langer Suche ist meine Wahl auf ein CD-Case für 200 CDs gefallen:

     

Das Teil is genau das, wonach ich gesucht habe:
  • klein (gerade mal etwas breiter als der Qube)
  • cool - das Teil ist unauffällig und läßt sich prima integrieren.
  • gut belüftbar - die Größe ermöglicht den Bau von 2 x 8cm Lüftern, um alles schön kühl zu halten
  • leise - 1 x 4,5cm Brüller raus, 2 mal 8cm (temp.-geregelt) rein, vernünftig dämmen (die Innenseite ist ja eh mit Samt-Look-alike ausgekleidet) und schon wird's ruhig.
  • durch eine andere Anordnung kann das LCD Display vorne eingesetzt werden.
  • ideale Wartbarkeit - Schraublos mit eigenem Deckel und zusätzlich sogar abschließbar. Der integrierte Griff dient dem einfachen Transport.


Das erste Probeliegen im Gehäuse zeigt: nicht nur hat alles ausreichend Platz, es scheint fast so, als wäre dieses Case für die Aufnahme von Cobalt Qube Hardware designed worden. Nicht nur das: Es ist auch noch extra Raum für die 2. Festplatte, Lüfter und andere Spielereien (freu).


Folgende Teile sollen verbaut werden:
  • Qube2 Innereien ohne den lärmenden Lüfter
  • Speichererweiterung
  • zweite Festplatte
  • 2 x temperaturgeregelte 8cm Lüfter
  • Kaltlichtkathoden blau
  • Dämmmatte


Die Namensgebung steht damit übrigens auch schon fest: Der Ausgangspunkt ist ein Qube2, die Leistungssteigerungen kann man getrost als Steriode bezeichnen. Das neue Gehäuse hat nicht mehr die Form eines Würfels (Cube), sondern die eines Quaders (Cuboid). Es wird also genannt:

Quboid2 - der quaderförmige Qube2 auf Steroiden!






Um-/Aufbau des Gehäuses



Ok, die wichtigsten Teile sind vorhanden und hauptsächlich - endlich mal ein wenig Zeit zum Basteln. Es kann losgehen!

Ich finde es ja immer wieder klasse, wenn ich eine Vorlage habe und mir somit nicht alle Löcher und Bohrungen selber ausmessen und berechnen muss. So konnte ich einfach den Qube2 in seine Einzelteile zerlegen und das Chassis schraffieren, um so das Layout übertragen zu können. "Schatz, haste mal nen spitzen Bleistift?" - "Wozu schraffieren? Ist doch viel sauberer, wenn Du ein Blatt Papier ins Gehäuse hältst und von aussen anzeichnest!" - Man muss es meiner Frau lassen - Ideen hat sie und die sind manchmal besser als meine.

An dieser Stelle muss ich wohl mal meinen Dank ausdrücken, für die vielen Male wo ich Sie gefragt habe "Ich brauche mal Deine künstlerische Meinung: Die Lüfter hinten oder an der Seite?" (oder so ähnlich). Dass die Lüfter in die Seitenwände eingeschraubt werden, ist daher auch auf Ihre Meinung zurückzuführen.

Gut, das Abzeichnen der Löcher und Schraubungen ist relativ simpel, das Übertragen des Designs auf Vorder- ("Schatz, das LCD hier oder hier?") und auf der Rückseite mit anschließendem Nachzeichnen auch nicht weiter wild. Man sollte sich halt genügend Zeit lassen und alles in Ruhe machen, dann geht das auch. In meinem Fall waren es knapp 2 Stunden, bis alles so war wie es sein sollte. Nur die Belüftung oben oder unten macht mir noch ein wenig Kopfzerbrechen.

Die Lüfterlöcher in den Seitenteilen habe ich anhand eines 8cm Lüftergitters und eines Zirkels ("Schatz, haben wir eigentlich einen von diesen Schulzirkeln mit Stellschraube? Danke.") aufgezeichnet.

Beim Bohren des ersten Loches dann gleich die erste Ernüchterung - von wegen Aluminium-Gehäuse: Das Zeug besteht aus 4mm starken Pressholz, dass außen mit Plastik beklebt ist, auf dem eine dünne Schicht Alu-Folie klebt. An dieser Stelle auch gleich die erste Befürchtung - wie wirken sich 4mm Holz anstelle von 1mm Metall aus? Nicht verzagen, sage ich nur.

Die zweite Ernüchterung bzw. Herausforderung: Die Aluschicht ist so dünn, dass ein rechts drehender Bohrer kein sauberes Loch schafft. Zum Glück habe ich mit ganz sanftem Druck gebohrt, ansonsten hätte es mir die komplette Front versaut. Die Abhilfe - man läßt den Bohrer auf links drehen.

Es ist immer wieder erstaunlich, über welche Hürden man so stolpert, wenn man sich abseits der festgefahrenen Wege bewegt. Die Löcher und Bohrungen in der Front haben mich nur ein Stündchen gekostet (wie gesagt - "gut Ding ..."), so dass ich die Konsole probehalber anhalten konnte. Schön und gut, aber warum sind die Tasten so tief versenkt??? - Ach ja, 4mm Holz sind dicker als 1mm Metall. Zum Glück kann man Holz wunderbar bearbeiten, speziell Pressholz ist mit 40er Schmirgelpapier wie Butter in Form zu bringen.

Fazit: Nach rund drei Stunden Arbeit sitzt das LCD in der Front, als ob es dort schon immer hingehörte.

Die Anschlüsse auch der Rückseite brauche ich vermutlich nicht groß zu beschreiben, es sind halt 1 serieller Anschluß, 2 Lan-Ports und der Stromanschluß. Aufmalen, ausschneiden, säubern - fertig. Das hat nicht mal 45 Minuten gedauert und sieht, finde ich, klasse aus.

Das Aussägen der sog. Blowholes für die Lüfter sollte sich eigentlich ebenfalls unproblematisch gestalten - ein Kreis, vier Löcher - Wenn man das richtige Werkzeug hat. In meinem Fall war der Lochsägesatz einerseits zu klein, andererseits so ausgenuckelt und krumm, dass ich ihn nur dazu genutzt habe, ein 6cm Loch in der Mitte auszusägen und den Rest mit einem Cutter und Sandpapier zu bearbeiten. Pressholz sei Dank ist das ja möglich. So langsam finde ich Gefallen an dem Material ;-). So, Löcher sind drin, wie bringe ich das Gitter nun an? "Mit 4 Schrauben!" (sagt meine Frau). "Sehr witzig, mein Schatz. Nein, von innen oder von außen? Mit den Befestigungsstreben nach innen oder aussen?" Biegen ist schlecht möglich, die Streben brechen sehr schnell. Lange Rede, kurzer Sinne: Die Gitter werden von aussen so angebracht, dass sie bündig mit der restliche Wand abschließen - sieht toll aus (freu). Das ganze hat mich rund 2 Stunden gekostet.

So, nach einer etwas längeren Auszeit geht es endlich weiter - Lüftung und letzte Feinschliffe am "Gehäuse":
Eigentlich hatte ich vor, die Entlüftung für das Gehäuse in Form des Cobalt-Logos oben aus dem Deckel auszuschneiden / -sägen / -bohren / -schneiden / -dremeln. Leider würde dabei die Stabilität des ganzen arg leiden, und in Ermangelung eines Dremels in unendliche Handarbeit ausahten, so dass ich mich für die "quick-and-dirty" Variante in Form von 10mm Löchern enschieden habe. Schließlich gibt es am live-Objekt immer nur einen Versuch und ich wollte nicht die gesamte bisherige Arbeit versauen. Gott weiß, dass hat mich schon genug Kraft und Nerven gekostet.

Es steht also fest: Die Entlüftung wird über 10mm-Löcher im Deckel des Gehäuses realisiert. Keine Probleme dabei - der Deckel wurde von innen mit einem Holzbrett gegenfixiert, damit die schwarze Samtimitätion keinen Sittich macht oder übermäßig einreißt. Anschließend wurde jedes einzelne Loch vorgekörnt, mit einem 2mm Bohrer gesetzt und anschließend mit einem 10mm Bohrer ausgebohrt. Danach wurde jedes Loch noch mit feinem Sandpapier ausgeschliffen. Das klingt alles recht banal, dauert aber auch so seine Zeit - alles in allem ca. 4 Stunden für 28 Löcher.
Wenn hier nicht genug Luft strömt, weiß ich auch nicht mehr weiter.

Die Idee mit dem Gegenstützen des Samts auf der Innnenseite war ja schon mal löblich, trotzdem gab es hier und da ein paar Rissen, Unebenheiten und sonstige Unschönheiten. Hier mußte mal wieder Einfallsreichtum bewiesen werden: Zuerst wurden die Unebenheit mit einem Feinhobel Marke Gilette Mach3 Turbo (3 Klingen) geglättet (der Rasierkopf sah danach etwas mitgenommen aus - ich trage jetzt einen Vollbart ;-)), anschließend das ganze noch fein mit Sandpapier abgeschmirgelt, so dass letztendlich ein sehr homogenes und ordentliches Bild entstand.

Der letzte Feinschliff am Gehäuse waren die zwei Löscher in der Front, durch die später die LEDs für die Stromanzeige geführt werden.

Der letzte Feinschliff??? Nein, ein kleines Dorf in Gallien ...
Wie sähe denn das aus, wenn die in Holz gebohrten Löcher auf der Innenseite nach Holz aussähen? Nicht so toll, wenn man mich fragt. Also wurden alle (ich meine wirklich alle) Löcher nochmals mit feinem Sandpapier geschliffen und mit schwarzem Lack ausgeschwärzt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und läßt die ca. 2 Stunden Feinarbeit verschmerzen.

Als nächstes musste die Dämmung ins Gehäuse - eines was jeder gescheite Bastler für solch ein Projekt haben sollte - BeQuiet Dämmmatten. Das Zeug sieht klasse aus, schluckt durch mehrere Schichten Schall und entkoppelt durch die unterste Bitumschicht das Gehäuse auf natürliche Weise ;-). Naja, die Bitumschicht dient gleichzeitig als Kleber und hat mir mal eben 10 Skalpellklingen versaut. Dafür sieht es aber im Nachhinein richtig edel aus. Bevor die Matte aufgeklebt wurde, kam von den Seiten das Samtimitat runter und das darunterliegende Holz wurde abgeschmirgelt. Benötigte Zeit für die Dämmung: 2 Stunden.


Bauzeit bisher (Reine Arbeitszeit ohne Planung, Staunen, Kopfkratzen oder Freuen):

  • Anzeichnen der Bohrungen für das LCD: 30 Minuten
  • Aussägen der Bohrungen für das LCD: 3 Stunden (durch ewiges Nachschleifen)
  • Aufzeichnen und Aussägen der Bohrungen für die rückwertigen Anschlüsse : 45 Minuten
  • Aufzeichnen und Aussägen der Bohrungen für die Lüfter: 2 Stunden
  • Aufzeichnen und Aussägen der Entlüftungslöcher im Deckel : 4 Stunden
  • Auschmirgeln und Ausschwärzen aller Bohrungen: 2 Stunden
  • Ausdämmen der Seitenwände: 2 Stunden
Gesamtbauzeit Gehäuse: 14 Stunden

Bilder
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Innen (Deckel)
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